Chor-Leitung: Klaus Müller

ChorFellbacher Vocalensemble Chor / Kammerchor in Fellbach

Unter der Überschrift „Die Männer dürfen ruhig mehr geben“

widmete uns Ursula Quast am 12. April 2008 ein sehr

freundliches Chorportrait in der Waiblinger Kreiszeitung:



Sie gähnen herzhaft, rollen die Zehen ein, lassen ihre Arme „demütig“ baumeln und stehen im nächsten Moment „ganz groß da“. Was sich mitunter wie personal training für Abteilungsleiter anhört - den Damen wird „ein warmer Klang“ abgefordert und die Männer „dürfen mehr geben“ -, ist die Einsingphase des Fellbacher Vokalensembles, das sich in einer Probe für sein nächstes Konzert präpariert.


Gerhard Möller, Leiter des jungen Ensembles, formt am Klang. Längst ist die Notenliteratur in den Köpfen der Sänger, doch das gewählte Programm fordert besondere chorische Fähigkeiten und ein ausgeprägtes Gespür für musikalische Feinheiten. [...] Seit einigen Jahren gehört das Fellbacher Vokalensemble zu den Chören, die das Konzertangebot der Region mit bemerkenswerten Beiträgen bereichern. [...] Chorleiter Gerhard Möller fordert viel, vor allem die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln. Ganz im Sinne der Sänger ist das, die, ob selbstständiger Gemüsehändler oder Lehrer, die Leidenschaft am Singen eint. „Die meisten von uns sind erfahrene Laien, die sich freuen. auf so hohem Niveau zu musizieren. Für versierte Sänger, die nicht professionell arbeiten können oder wollen, ist es gar nicht leicht, ein gutes Ensemble zu finden. Wir besetzen mit dem Fellbacher Vocalensemble eine Nische“, meint der Tenor Michael Steck, Gründungsmitglied des Vereins. [...]


Bis zum Konzert am Sonntag wird noch etwas gearbeitet. „Stellen Sie sich vorher auf den Charakter des Stücks ein. Sie gestalten das Stück“, ruft Möller nach einem missglückten Pianissimo-Start in die Runde. Und wenn er barockes Denken beim Vollromantiker Brahms einfordert, wissen seine Leute genau, von was er redet: Der Chorklang legt eine matte abendliche Schwere ab, plötzlich strahlen die Stimmen, Frische erobert den Raum. Denn trotz später Stunde reagieren die Sänger schnell auf die eingeforderten Spannungsbögen. Die Verständigung mit dem Dirigenten stimmt, der musikalische Dialog für die Konzertsituation ist in allen Feinheiten vorbereitet. Er verspricht temperamentvoll und aussagekräftig zu werden.